Tapete oder Wandfarbe?
Wandfarbe ist günstiger (4-50 €/Liter, deckt 6-10 m²/L), schneller verarbeitet und flexibler bei Renovierungen. Tapete kostet mehr (8-80 €/Rolle) und braucht Tapezier-Praxis, gibt dem Raum aber Textur, kaschiert Unebenheiten und ist statement-fähig. Für Mietwohnungen mit häufigem Wechsel: Farbe. Für Eigenheim mit Charakter: Tapete oder Raufaser zum Überstreichen.
Zementestrich oder Fließestrich?
Zementestrich für kleine Flächen unter 30 m², Sanierungen, Feuchträume (Bad, Küche, Keller) und Selbermacher mit Sackware. Fließestrich für große Flächen ab 30 m², Neubau, Fußbodenheizung und überall, wo eine extrem ebene Oberfläche zählt. Zementestrich trocknet 4 Wochen pro 4 cm, Fließestrich nur 1-2 Wochen.
Großformat oder Standard-Fliesen?
Großformat (ab 60×60 cm) wirkt großzügig, hat weniger Fugen und ist leichter zu reinigen. Braucht ebenen Untergrund (1 mm Toleranz pro m), höhere Kleber-Schichten und oft die Buttering-Floating-Methode. Standard 30×60 cm ist DIY-tauglich, vergibt Unebenheiten und kostet weniger pro m² Verlegung.
Maler beauftragen oder selbst streichen?
Selbst streichen lohnt sich bei einzelnen Zimmern unter 20 m², einfachem Untergrund und ohne Spezial-Anforderungen. Maler beauftragen ist sinnvoll bei ganzen Wohnungen, hohen Wänden über 3 m, schwierigem Untergrund (Risse, Schimmel) und wenn du den Steuer-Bonus nach §35a EStG mitnehmen willst (20 % vom Lohn, max. 1.200 €/Jahr).
Vlies- oder Papiertapete?
Vliestapete wird trocken angelegt: Kleister auf die Wand, Bahn andrücken. Einfacher zu verarbeiten, robust, beim Renovieren trocken abziehbar. Papiertapete muss eingeweicht werden, ist günstiger pro Rolle, aber empfindlicher beim Tapezieren und schwerer wieder abnehmbar. Vlies dominiert heute, Papier nur noch bei Spezial-Mustern oder Budget-Projekten.